Willkommen am ASFINAG Truck-Stop der Zukunft

Auf unserem Truck-Stop bieten wir Lkw-Fahrenden eine komfortable Rastmöglichkeit mit E-Ladeinfrastruktur, Kühlmöglichkeiten und platzsparendem Kolonnenparken an. Es gibt erstmals Aufenthaltsbereiche mit Möglichkeiten zum Waschen, Abwaschen und Essen wärmen. Eine Lärmschutzwand sorgt für mehr Ruhe vor dem Lärm der Hauptfahrbahn.

Umweltschonend und nachhaltig

Die A 8 Innkreis Autobahn in Oberösterreich zählt bundesweit zu den Transitachsen mit dem höchsten Schwerverkehrsanteil. Deswegen errichteten wir dort unseren österreichweit modernsten und allein dem Schwerverkehr vorbehaltenen Rastplatz. Dort stehen den Lkw-Lenkerinnen und Lenkern an der Richtungsfahrbahn Linz nahe der Gemeinde Weibern 112 neue Stellflächen zur Verfügung. Sogenanntes Kolonnenparken bedeutet eine optimale Ausnutzung der vorhandenen Fläche. Das Aufladen von E-Lkw sowie lärmschonende Ladegut-Kühlung wird ermöglicht und die Anlage dafür unter anderem durch eine Photovoltaik-Anlage mit grüner Energie versorgt. Nach der tiefgreifenden Neugestaltung ist der ehemalige Parkplatz jetzt ganz speziell auf die Bedürfnisse von Lkw-Lenkenden zugeschnitten. 

Truck-Stop: So funktioniert das Parken

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Info für Lkw-Lenkende

Verkehrsflächen optimal genützt: weniger Bodenversiegelung

Der Stellplatzbereich bietet Fläche für 112 Lkw, und erstmals kommt am ASFINAG-Netz das System des Kolonnenparkens zur Anwendung. In insgesamt 28 Stellplatzreihen stehen bis zu vier Schwerfahrzeuge kompakt hintereinander. Ein vollautomatisches System erkennt freie Parkflächen, und diese intelligente Steuerung weist den Fahrenden beim Einfahrtsterminal den konkreten Parkplatz gemäß der gewünschten Abfahrtszeit zu. Der Auslastungsgrad insgesamt wird auch im Zulauf zum Truck-Stop an der Strecke elektronisch per automatischer Stellplatz-Info angezeigt

E-Mobility und grüne Energie aus eigener Produktion

Zehn Stellflächen sind als Ladeplätze für E-Lkw vorgesehen. Davon acht als sogenannte High Power Charging-Ladevorrichtungen „Overnight“ (150kW) und zwei High Power Charging-Ladevorrichtungen mit 350kW. Vor Ort stehen auch zwölf Stromanschlüsse zur Ladegutkühlung zur Verfügung. Neben geringerer Lärmbelastung bedeutet dies auch einen geringeren CO2-Ausstoß, da die Kühlaggregate nicht mehr mit Kraftstoff (Dieselaggregaten) betrieben werden. Grünen Strom aus eigener Produktion liefert dafür unter anderem eine 85 kWp-Photovoltaik Anlage mit 206 Paneelen auf dem Dach.

Eine ausreichende Anzahl an Duschen, ein Fitnessparcours, Aufenthaltsbereiche – um auch Essen zu erwärmen oder abzuwaschen, Automatenkiosk, Trinkwasserbrunnen und 6.000 Quadratmeter Grünbereich mit mehr als 30 gepflanzten Obstbäumen runden das Angebot ab.  Nicht mehr genutzte Asphaltflächen des ehemaligen Parkplatzes wurden rekultiviert und neue zusätzliche Waldflächen angelegt.

Sicherheit und Anrainerschutz

Sicherheit bringen die Außenbeleuchtung in Form von energiesparenden LED-Leuchten mit nächtlicher Absenkung, Videoüberwachung und die Notrufmöglichkeit mit direkter Anbindung in die nächste regionale ASFINAG-Verkehrsmanagementzentrale in Wels. Zum Schutz der Anrainerinnen und Anrainer errichtete die ASFINAG zwei neue Lärmschutzwände. Eine davon schützt dank ihrer Lage auch die Lkw-Fahrenden vor dem Lärm der Hauptfahrbahn, die Qualität der Nachtruhe steigt damit.

Weitere Lkw-Stellplätze geplant

In einem regelmäßigen Intervall erheben Fachleute der ASFINAG den Bedarf an Erweiterungen von Lkw-Stellflächen. Der Fokus liegt naturgemäß auf Abschnitten mit hohem Schwerverkehr. Derzeit stehen etwa 10.000 solcher Parkplätze zur Verfügung, mittelfristig sind weitere 1.000 geplant. Der Truck-Stop Hausruck ist dabei ausschließlich dem Schwerverkehr vorbehalten, ein Zufahren von Pkw ist nicht vorgesehen.

Das bieten wir Lkw-Lenkenden auf dem ASFINAG Truck-Stop:

    • 112 Lkw-Stellplätze
    • Kolonnenparken mit automatischem Platzerkennungssystem und intelligenter Steuerung
    • 10 Ladeplätze für E-Lkw
    • 12 Stromanschlüsse zur Ladegutkühlung
    • Duschen
    • Kochmöglichkeit inkl. Spüle und Waschmaschine
    • Fitnessparcour
    • Aufenthaltsbereiche
    • Automatenkiosk
    • Trinkwasserbrunnen
    • 6.000 Quadratmeter Grünbereich mit mehr als 30 Obstbäumen
    • Videoüberwachung & Notrufmöglichkeit
    • Lärmschutzwand

Häufige Fragen rund um das Kolonnenparken

Der Bedarf an Parkplätzen für Lkw in Österreich ist groß, und darauf reagieren wir mit dem stetigen Ausbau von Stellplätzen auf unserem Streckennetz. Durch das Kolonnenparken können auf einer gleich großen Fläche doppelt so viele Lkw parken wie beim „normalen“ Parksystem. Darum, und weil die Erfahrungen mit dem Kolonnenparken in anderen Ländern sehr gut sind, haben auch wir das System jetzt in Österreich eingeführt.

Bei Einfahrt gibt man am Bildschirm neben dem Schranken an, wann man wieder abfahren möchte, ob man einen Anschluss zum Kühlen der Ladung braucht, eine E-Ladesäule oder ob man Gefahrengut geladen hat. Dann weist das System einen Stellplatz zu und druckt einen Zettel mit Reihe und Anfahrt aus. Man parkt auf dem zugewiesenen Stellplatz und fährt zur angegebenen Zeit wieder ab. Das System ist so programmiert, dass zwischen zwei Fahrzeugen, die hintereinanderstehen, immer ca. 20 Minuten Unterschied in der Abfahrtszeit bestehen.

Beispiel:

Lkw 1 fährt ein, möchte um 5:00 Uhr abfahren und parkt in Reihe 1 auf Platz 1.

Lkw 2 fährt ein, möchte um 5:10 Uhr abfahren und parkt in Reihe 2 auf Platz 1.

Lkw 3 fährt ein, möchte um 5:15 Uhr abfahren und parkt in Reihe 3 auf Platz 1.

Erst Lkw 4, der um 5:20 Uhr abfahren möchte, bekommt wieder Reihe 1 zugewiesen und parkt damit auf Platz 2.

Grundsätzlich leeren sich Lkw-Parkplätze ab ca. 5 Uhr sehr zügig. Man kann dann problemlos über die Reihe links oder rechts ausscheren und am vor einem parkenden Lkw vorbeifahren. Alternativ kann man die Fahrerin oder den Fahrer vor einem bitten, die Ausfahrt zu ermöglichen und die Pause dann fortzusetzen.

Grundsätzlich müssen alle Lkw-Fahrenden die Ruhezeiten einhalten und können nicht früher als zu Ende der Ruhezeit wegfahren. Wer aus Erfahrung weiß, dass frühere Abfahrtszeiten regelmäßig vorkommen, sollte den Truck-Stop bei der Ausfahrt wieder verlassen, sofern ihm kein Platz ganz vorne in einer Reihe zugewiesen wird. Wer kurzfristig länger parken muss, verlässt bitte trotzdem zur angegebenen Zeit den Stellplatz und sucht sich entweder selbst einen neuen oder fährt den nächsten Rastplatz an, um die Pause fortzusetzen.

Der Fahrtenschreiber erlaubt ein kurzes Umparken, ohne dass die Pause dafür unterbrochen werden muss. Daher bitte zur am Terminal angegebenen Zeit ausfahren und die Pause in einer anderen Reihe fortsetzen.

Erfahrungen zeigen, dass sich ca. 20 Prozent nicht auf den zugewiesenen Platz stellen. Aber das System erkennt mit Hilfe des Laser-Scanners, dass dieser Platz leer bleibt und stattdessen ein anderer besetzt wird, und reagiert darauf. Alle vier Sekunden überprüft der Scanner, welche Plätze besetzt sind.

Kurze Pausen kommen in der Regel nur tagsüber vor. Wenn zum Beispiel fünf Lkw innerhalb einer halben Stunde für jeweils 20 Minuten parken wollen, stellt das System sie alle in die erste Reihe.

Das System weist auch in diesem Fall einen Stellplatz, bei dem eine pünktliche Abfahrt möglich ist.

Bei der Einfahrt geben alle Fahrenden an, ob sie einen Kühlwagen fahren und ob sie eine Ladung mitführen. Wenn sie die Kühlung über Nacht laufen lassen müssen, werden sie mit anderen Kühlwagen zusammengestellt, um die anderen möglichst wenig zu stören. Es steht also kein einzelner Kühl-Lkw mitten zwischen anderen Lkw.

Bei der Einfahrt geben alle Fahrenden an, ob sie Gefahrgut mitführen. Wenn dies der Fall ist, wird ihnen vom System ein Stellplatz ausschließlich am Anfang oder am Ende einer Reihe zugewiesen, und es wird eine Reihe Abstand zum nächsten Lkw mit Gefahrengut eingehalten.

In Deutschland ist in den 15 Jahren seit der Einführung des Kolonnenparkens noch nie ein Fahrzeug in der Kolonne in Brand geraten. Für den Fall, dass es brennt, stehen am Truck-Stop Hausruck vier Löschwasserbehälter (a‘ 50 m³ = 200 m³) zur Verfügung.

  • Die Nahelage der Rastanlage Truck-Stop Hausruck zur „Trattnach“ ermöglicht eine zusätzliche Versorgung mit Löschwasser aus dem Fließgewässer durch Legung einer Schlauchleitung.
  • Die Zufahrt der Feuerwehr ist nicht nur über die Autobahn, sondern durch die Errichtung eines Zufahrtstors im Bereich der Lärmschutzwand auch über das Gemeindestraßennetz von Weibern möglich.
  • An der Rastanlage wurden mehrere Notrufsäulen errichtet, welche eine direkte Verbindung zum 24/7-Support unserer Überwachungszentrale bietet, die die Alarmierungskette in Gang setzt.
  • Die Rastanlage wird – auch ohne Betätigung des Notrufs – 24/7 durch die regionale Verkehrsmanagementzentrale überwacht.
  • Die Abfahrt der Fahrzeuge ist jederzeit möglich (kein Schranken im Ausfahrtsbereich).
  • Die zur Ausführung gelangten Materialien an der Rastanlage wurden unter dem Aspekt der Brandschutzverhütung ausgewählt (u.a. brandbeständige Müllbehälter in selbstlöschender Ausführung, brandschutztechnische Ausführung des Hochbaues, etc.).

Die Fahrzeug-Aufstellung beim System Kolonnenparken ist durchwegs dicht, doch sind auch bei unseren konventionellen Rastanlagen die Stellplätze in den Nachtstunden vollbelegt bzw. durch Hintanstellen überbelegt, sodass das Zufahren der Feuerwehr sogar schwieriger ist. Die Lkw-Lenkenden verbringen zudem die Ruhezeit in der Fahrerkabine, somit ist eine rasche Alarmierung möglich.

Im Gegenteil. Die Erfahrungen aus Deutschland sowie Gespräche mit den dortigen Lkw-Fahrenden haben gezeigt, dass viele sogar gerne mitten in der Kolonne stehen, weil es sogar vor dem „Planenschlitzen“ schützt. Denn das potenzielle Diebesgut kann nicht wie sonst auf einen Lkw gleich daneben verladen und abtransportiert werden.